Mein Start in den Tag. Erst Kaffee, dann Technik. Ich beginne den Tag nach einem festen Ablauf.
Ich stehe auf, ziehe Socken an und gehe zur Toilette. Bewegungsmelder beleuchten den Weg. So stolpere ich weder über eine Katze noch über eine tote Maus, eine Ratte oder deren Überreste. Solche Beute bringen mir die Katzen manchmal mit.
Danach ziehe ich Hose und Sweatshirt an. Jeden dritten Tag nehme ich 20 Milligramm Pantoprazol; die Magenklappe schließt nicht richtig. Dann säubere ich die Futternäpfe. Je nachdem, ob eine oder zwei Nachbarskatzen da sind, füttere ich sie.
Nun fülle ich Wasser in den Wasserkocher und brühe Kaffee auf. Anschließend bereite ich mein Müsli zu: zwei Esslöffel Fünfkornmüsli, einen Esslöffel Haferflocken, einen Esslöffel gemahlene Walnüsse, eine Banane und einen kleingeschnittenen Apfel. Alles kommt in den Standmixer.
Währenddessen dusche ich und ziehe mich an. Danach erhitze ich einen Achtelliter Milch in der Mikrowelle. Ich gieße sie zu den Flocken und dem Obst in den Mixer und starte das Programm »Kinderbrei«.

Erst wenn das Programm beendet ist, schalte ich meine Hörgeräte ein. Manchmal tue ich das schon beim Aufstehen, aber nur, wenn jemand etwas von mir will. Meist ist mir der Geräuschpegel auf nüchternen Magen zu hoch.
Diese Routine gibt mir Ruhe und Struktur: Sie beginnt leise, hält den Magen ruhig und lässt mich den Tag ohne Hektik angehen.
